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Bedrohte Wahrzeichen der Provence

Schattenspender und zugleich Schönheit fürs Auge. Aber sie sind von einer Krankheit bedroht, einem bösartigen Pilzbefall. Während des zweiten Weltkrieges schleppten die amerikanischen GIs ohne jede Absicht mit ihren Munitionskisten diese Krankheit ein.
Wie das passiert ist, ist ganz schnell erklärt: Um Holz der Munitionskisten befand sich dieser Pilz, der sich über die Baumwurzeln auf die Platanen ausbreitete. Das Schlimme daran ist, dass es keinerlei wirksame Mittel dagegen gibt. Weder hilft die chemische Keule, noch gibt es eine natürliche Bekämpfungsart. Die Platanen sind dem Tod geweiht. Um das weitere Ausbreiten zu verhindern, hilft nur, die befallenen Riesen zu fällen und Holz und Laub zu verbrennen. Bleibt es liegen, steckt es weitere Platanen an.
Besonders schlimm betroffen sind die Platanen am Kanal du Midi. Dort stehen zigtausend Platanen, von denen so viele befallen sind, dass schon fast die Hälfte der Bäume gefällt und verbrannt werden musste. Zwar wird wieder aufgeforstet, meistens aber nicht mehr mit Platanen, sondern mit Bäumen, die resistent gegen den Pilz sind. Die südfranzösische Platanenart, die eine Mischung zwischen zwei mediterranen Platanenarten ist, ist empfänglich für die Krankheit, die nordamerikanischen Platanen, von denen die Krankheit kommt, sind resistent dagegen, wohl aber in der Lage, die Krankheit weiter zu verbreiten. Es ist ein trauriger Anblick, wenn die grünen Riesen schon zu Beginn des Sommers braune Blätter bekommen und lange vor dem Herbst das Blätterdach der kranken Bäume sich lichtet. Eine Platanenallee mit vielen Lücken ist nicht mehr das, was man sich so gerne angesehen hat.
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